Digitalisierungsprojekte / Museumsfotografie


Bei der fotografischen Digitalisierung von Kunstwerken, Sammlungsbeständen und Kulturgütern stehen Reproduktionsgenauigkeit, kontrollierte Lichtbedingungen und eine konsistente Bildqualität im Vordergrund.

Insbesondere bei umfangreicheren Beständen ist neben der fotografischen Qualität ein strukturierter und effizienter Arbeitsablauf entscheidend. Aufnahme, Farbkontrolle, Dateibenennung und Datenaufbereitung werden deshalb auf die Anforderungen des jeweiligen Projekts und bestehende Archiv- oder Inventarsysteme abgestimmt.

Ziel ist eine dokumentarisch präzise und langfristig nutzbare digitale Erfassung, die sowohl wissenschaftlichen und archivarischen Anforderungen als auch der Verwendung für Publikationen, Kataloge und Ausstellungen gerecht wird.


Auflösung und Aufnahmetechnik

Je nach Verwendungszweck und erforderlicher Detailtiefe stehen unterschiedliche Aufnahmesysteme zur Verfügung.

Standard – ca. 45 Megapixel
Die Digitalisierung erfolgt mit einer Nikon Z7 II. Die Auflösung eignet sich für die meisten Anforderungen in Archivierung, Dokumentation, Katalogproduktion und Öffentlichkeitsarbeit sowie für zahlreiche hochwertige Druckanwendungen.

High Resolution – bis 150 Megapixel
Für besonders hohe Anforderungen an Auflösung und Detailwiedergabe kann ein Phase-One-Mittelformatsystem mit bis zu 150 Megapixeln eingesetzt werden. Diese Aufnahmetechnik eignet sich insbesondere für großformatige Kunstwerke, wissenschaftliche Dokumentationen, starke Detailvergrößerungen und hochwertige Reproduktionen bis hin zu großformatigen Druckanwendungen.

Die Auswahl des geeigneten Aufnahmesystems richtet sich nach Objektgröße, Beschaffenheit, gewünschter Ausgabegröße und dem vorgesehenen Verwendungszweck.


Optionale Leistungen

– Reproduktion und Digitalisierung vor Ort
– Individuelle und partielle Farbanpassung der digitalen Reproduktionen
– Systematische Dateibenennung nach Signatur, Inventarnummer oder Titel
– Freistellung von Objekten und Kunstwerken
– Aufbereitung unterschiedlicher Datei- und Ausgabeformate
– Sonderformate und alternative Farbräume
– Bereitstellung von Master- und Arbeitsdateien nach vereinbarten Spezifikationen



Angaben für ein verbindliches Angebot

Für die Kalkulation größerer Digitalisierungsprojekte ist ein kurzes Vorgespräch sinnvoll. Auf Grundlage der Bestandsstruktur und der vorgesehenen Verwendung können Aufnahmeverfahren, Arbeitsablauf und benötigte Ausgabeformate festgelegt werden.

Für eine erste Einschätzung benötigen wir möglichst folgende Angaben:

– Anzahl der Werke oder Objekte
– ungefähre Maße und Formate
– Art der Werke bzw. verwendete Materialien
– gewünschte Auflösung und vorgesehener Verwendungszweck
– gewünschte Datei- und Ausgabeformate
– vorhandene Signaturen, Inventarnummern oder Vorgaben zur Dateibenennung
– bei größeren Beständen Informationen zu Verpackung, Bereitstellung und Transport

Bitte geben Sie außerdem an, ob sich darunter Werke oder Objekte mit besonderen fotografischen Anforderungen befinden, beispielsweise:

– spiegelnde oder stark glänzende Oberflächen
– Gold-, Silber- oder andere metallische Materialien
– Leucht-, Neon- oder Sonderfarben
– Werke hinter Glas oder in Rahmen
– dreidimensionale Objekte und Werke mit ausgeprägter räumlicher Tiefe


 

Größtes abgeschlossenes Digitalisierungsprojekt

Auftrag:
Digitalisierung von 5.000 Fotografien

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

– Sichtung und Vorauswahl eines umfangreichen Fotoarchivs
– Reinigung (Entstauben) der Originalmaterialien
– Digitalisierung von rund 5.000 Fotografien, darunter überwiegend Abzüge,
   mehrere Diaserien (auf Sheets) sowie einige wenige Negative
– Vergabe von Signaturen gemäß Vorgaben
– Beschriftung der Digitalisate nach vorgegebenem System inklusive Signatur
– Archivgerechte Verpackung der Originale


– Masterdateien: TIFF, Farbraum AdobeRGB
– Nutzungsdateien: JPEG, Farbraum sRGB